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Das Projekt STOLPERSTEINE wird Ende 2011 in circa 700 Orten mit über 32.000 verlegten Steinen realisiert sein und viele weitere Orte haben angefragt; auch aus dem europäischen Ausland.
STOLPERSTEINE liegen in mehreren Orten in Österreich, Ungarn, in den Niederlanden, Belgien, Tschechien, so wie auch in Polen (Wrocław und Słubice), Ukraine (Perejaslaw), Italien (Rom) und Norwegen (Oslo). Für das Jahr 2012 sind die ersten Steine für Frankreich geplant.
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schritte.pdf
Sie wollen das Kunst-Denkmal STOLPERSTEINE in Ihrer Kommune realisieren?
Dann beachten Sie bitte folgende Schritte:
Falls Angehörige bekannt sind, bitten wir darum diese von der Steinverlegung zu informieren. Ebenso werden in einigen Kommunen die Bewohner der Häuser informiert. Dies ist nicht zwingend, denn der Trottoir gehört der Stadt, aber es kann helfen Streit zu vermeiden.
Unser Anliegen ist es, im Gedenken die Familien wieder "zusammenzuführen". Deshalb werden auch überlebende Familienangehörige einbezogen (z.B. Kinder, die in Sicherheit gebracht werden konnten; Jugendliche, die nach Palästina gingen; Angehörige, denen die Flucht gelang; KZ-Überlebende; u.a.). Gedacht wird auch der Menschen, die unter dem Druck der damaligen Umstände ihrem Leben ein Ende setzten. Deshalb bitten wir Sie, die Familienschicksale für die Zeit von 1933 bis Kriegsende 1945 möglichst umfassend zu übermitteln. Dies soll auch verhindern, dass Gunter „nachverlegen“ muss. Dies ist für Gunter Demnig mehr Arbeit als eine neue Verlegung, da er sehr gründlich verlegt und die alten Steine eventuell beschädigt werden können.
Bitte die konkrete Verlegeadresse angeben: Die Steine sollen möglichst vor der letzten selbst gewählten Wohnadresse liegen – nicht an der Stelle, wo sie schon zwangsweise einziehen mussten. Und möglichst nicht vor einem sogenannten Judenhaus. Ausnahmen sind möglich, müssen jedoch im Einzelnen besprochen werden.
Der STOLPERSTEIN trägt meist die Überschrift: HIER WOHNTE. Weitere Möglichkeiten sind: HIER LERNTE oder HIER LEHRTE; HIER ARBEITETE; HIER PRAKTIZIERTE; HIER WIRKTE; HIER LEBTE (z.B. bei Heimunterbringung); auch ohne Überschrift ist möglich.
Folgende Daten müssen für die Inschrift recherchiert werden:
Als Schicksalsangabe ist möglich: TOT oder ERMORDET, für ein unbekanntes Schicksal drei Fragezeichen: ??? Statt Selbstmord schreiben wir FLUCHT IN DEN TOD. Den Begriff "verschollen" verwenden wir nicht, genauso wenig wie den Begriff „TOD“, da dieser einen natürlichen Tod suggeriert. Ebenso wenig verwenden wir den Begriff: Emigration = Auswanderung. Dafür steht: FLUCHT + Jahr + das Zielland.
Die Daten werden in Absprache mit Gunter Demnig so erfasst, wie sie später in das Messingblech eingeschlagen werden. Sie erhalten die Entwürfe für die Inschriften vor der Herstellung des STOLPERSTEINES nochmals zur Korrektur.
Die Daten für die Inschriften bitte mind. drei Monate vor dem Verlegetermin
zusenden (per E-mail und als Word-Dokument; Fließtext).
Die Inschriften senden Sie bitte an:
Karin Richert
Tel.: +49 - 221 - 42 48 077
E-mail: inschriften@stolpersteine.eu
Die STOLPERSTEINE werden über Patenschaften finanziert (hauptsächlich von
Privatpersonen, Vereinen, etc.). Wir arbeiten nach dem Vertrauens-Prinzip: Erst
wenn Gunter Demnig die STOLPERSTEINE in Ihrem Ort verlegt hat, wird die
Rechnung erstellt und Ihnen per Briefpost zugesandt. Bitte erst danach das Geld
auf das angegebene Konto überweisen. Bitte lassen Sie uns vor der Verlegung eine
Rechnungsadresse zukommen (bitte nur eine pro Ortschaft).
Je nach Verlegeroute fallen die Kosten für ein Einzelzimmer an.
Bei sehr ungünstigen oder langen Fahrstrecken kann ein Fahrtkostenanteil
hinzukommen.
Mit Hilfe oder Vorbereitung durch das Bauamt benötigt Gunter Demnig für eine Verlegestelle in der Regel max. 20 Minuten. Die Fahrtzeiten müssen jeweils entsprechend einkalkuliert werden.
Beim Ordnungsamt für die Zeit der Verlegung bitte eine Sonder-Parkgenehmigung beantragen. Autokennzeichen: BM-GD 2710, Peugeot Lieferwagen. Bitte richten Sie vor dem vereinbarten Verlegetermin eine Anfrage für Zusammenarbeit beziehungsweise Hilfe beim Verlegen an das Bauamt.
Anwesenheit und Hilfe des Bauamtes:
Die Hilfe des Bauamtes ist mittlerweile unerlässlich. Mitarbeiter des Bauhofes sollten bei der Erstverlegung anwesend sein, um zu sehen, wie die Stellen vorbereitet und festgelegt werden. Bei den folgenden Verlegungen können sie dann selbstständig die Verlegestellen vorbereiten.
Eine Beschreibung der möglichen Verlegeorte mit exakten Massangaben ist im Voraus sehr hilfreich, damit die richtige Ausrüstung und die entsprechenden Füllsteine sowie weiteres Material vorrätig sind. Die Schutt-Entsorgung sollte geklärt sein.
Vorbereitung durch das Bauamt:
Für die Vorbereitung durch das Bauamt muss beachtet werden: Die Verlegestelle
sollte mit den Initiatoren vor Ort festlegt werden!
Die Steine werden nicht direkt an die Hauswand gelegt, sondern ungefähr in der
Mitte des Gehweges, in der Regel direkt vor dem Eingang.
Die STOLPERSTEINE haben ein Maß von: 96 x 96 mm und eine Höhe von 100 mm.
Bitte 5 mm für die Fugen vorsehen.
Grundsätzlich heißt es pro Stein: Insgesamter Aushub nur 12 cm tief (für das
Betonbett, in das die Steine eingesetzt werden).
Bitte beachten: Die Steine, die familienmäßig zusammengehören, werden mit Fuge nebeneinander (Ehepaar, Familie) oder auch übereinander (Generationen) gelegt. Die Anordnung muss mit den Familienverhältnissen verglichen werden und ist auch abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, z.B. der Pflasterart.
Dies kann geschehen zur Information der Bürger und/oder Sammlung von
Spenden für das Verlegen von STOLPERSTEINEN. Gunter Demnig stellt darin seinen
künstlerischen Werdegang vor und die Entwicklung des Projektes. Vortragsdauer
sind ca. 50 Minuten plus anschließender Diskussionsrunde. Eine Information an die
örtliche Presse ist empfehlenswert.
Honorar € 200,00 + 19% Ust + Übernahme der Übernachtungskosten.
Der Vortrag wird in Form einer POWER POINT PRÄSENTATION gehalten: Ein Beamer und ein Laptop sind Voraussetzung. Die Präsentation befindet sich auf einem USBStick (DVD auch vorhanden) und müsste vor dem Beginn auf die Festplatte gespielt werden (390 MB).
Folgendes gilt zu beachten:
Im Moment müssen Sie mit einer Wartezeit von mindestens einem halben Jahr rechnen. Bitte reservieren Sie sich erst einen Termin für eine Verlegung, wenn die Genehmigung der Stadt/Gemeinde zum Verlegen von STOLPERSTEINEN vorliegt und die Daten für die Inschriften sicher sind. Wir möchten so versuchen, die Anzahl der Terminänderungen gering zu halten.
Wir bitten um ihr Verständnis, falls sich ein Termin doch einmal ändern sollte. Leider lässt sich dies nicht verhindern, wenn Orte kurzfristig absagen und infolgedessen die gesamte Tour neu geplant werden muss.
Bei einer Terminanfrage wird Ihnen zuerst nur der Monat genannt, in welchem die Verlegung stattfinden kann. Den exakten Termin (Datum) erhalten Sie, wenn eine Tour durch das jeweilige Bundesgebiet zusammengestellt werden konnte. Wegen Terminanfragen wenden Sie sich bitte an:
Anna Warda
E-mail: termine@stolpersteine.eu
Anne Thomas
E-mail: international@stolpersteine.eu
Gunter Demnig
Kölner Straße 29
50226 Frechen
Tel.: +49 - 2234 - 809 73 98
Fax: +49 - 2234 - 809 73 97
Mobil: +49 - 177 - 206 18 58
E-mail: gunter.demnig@stolpersteine.eu
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